Lang aufgeschobene Näh-Projekte sind immer die, die meist von einer to-sew-Liste zur nächsten to-sew-Liste hüpfen. Ganz streichen möchte bzw. kann man sie nicht und will man auch nicht. Leider schieben sich dann doch andere Projekte immer wieder dazwischen oder besser gesagt davor.
So wie das Langzeit-Hoodie-Projekt für meine Schwester. Ok, daran bin ich nun nicht ganz unschuldig. Ich war diejenige die den Stoff gesehen hatte und meiner Schwester ein Bild schickte mit den Worten " Guck mal, der Stoff passt zu Dir!" Als dann die Antwort kam wieviel man den für einen Hoodie benötigte, hätte mir eigentlich ein Licht aufgehen müssen oder besser gesagt die Warnlampe. Zur Erklärung, meine Schwester näht nicht, besitzt auch keine Nähmaschine, geht aber gerne auf Stoffmärkte und kauft Stoff. Ihr merkt schon oder?
Nun gut, nun hatte ich mich reingeritten. So ein bis zwei Hoodie´s hatte ich ja schon mal genäht (oder auch ein paar mehr...), das dauert ja nicht so ewig lang.
Der Stoff für die Innenkapuze war schnell gekauft, der Sweatstoff hingegen nicht. Der wurde ein paar Monate später auf besagtem Stoffmarkt gekauft und nach dem waschen, dann bei mir abgeliefert.
Ja und da lagen die Stoffe dann und lagen und lagen und... ach lassen wir das.
Wie bin ich froh das mein Schwesterherz so geduldig mit mir ist und es immer gelassen hinnahm, wenn ich mal wieder beichtete noch nicht angefangen zu haben.
Den letzten Tritt in den Hintern bekam ich dann nach einem Gespräch mit meiner Schwägerin in Spe, ich könnte Ihr den Hoodie doch zu Weihnachten endlich mal fertig machen.
Andere Nähprojekte hatte ich zum Glück schon fertig bzw. startete ich erst im Januar.
Mein Klebeassistent druckte und klebte mir den neuen Hoodieschnitt und ich brauchte diesen dann nur noch ab pausen und zuschneiden. Das ist ja schon die halbe Miete, das nähen an sich geht einem ja immer flott von der Hand.
Ich wusste auch genau wie der Hoodie für meine Schwester aussehen soll, natürlich schon durch den Stoff der mit grafischen Hirschen genau nach Ihrem Geschmack ist. Der Plotter wurde auch bemüht damit das Vorderteil auch einen grafischen Touch bekam mit toller Silberfolie.
Der Hoodieschnitt ansich ist durch die Videoanleitung perfekt erklärt, jeder Nähschritt ist somit quasi zigmal ab spielbar. Gut für diejenigen die vielleicht noch nicht so viel Erfahrungen beim nähen haben.
Ich z.B. habe noch nie an einem Pullover innen liegende Taschen genäht. Also auch eine Premiere für mich und es war gar nicht schwer.
An Weihnachten konnte ich dann den fertigen Hoodie, zur Freude meiner Schwester, überreichen mit der Verpflichtung das ich diesen dann nochmal für den Blog fotografieren dürfe.
Das hat dann zum Glück nicht so lange gedauert wie das Anfangen des Hoodie-Projekts und tausend Dank an meine Schwester die bei eisigen Minustemperaturen Ihrem warmen Mantel für schöne Fotos ausgezogen hat!
Macht´s gut
Jenny
Stoff: Sweat vom Stoffmarkt, Jersey mit grafischen Hirschen über Dawanda
Plot: grafischer Hirsch von einem Poster